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Zeitschrift der Marxistischen Aktion

Positionierungen und Diskussionsbeiträge zur Umgruppierung
revolutionärer Kräfte in der Schweiz und international

#1 1. Mai 2026 Klassenkampf in der Schweiz?!

Am 1. Mai 2026 lancieren wir als Marxistische Aktion unsere neue Zeitschrift Was Tun?! An diesem internationalen Arbeiter:innenkampftag wollen wir zentrale strategische Fragen des schweizer Klassenkampfes behandeln. Welche Strategie sollen Kämpfe und Bewegungen verfolgen, welche Forderungen aufstellen? Unsere Beiträge sind Analysen und Vorschläge, Anregung und Einladung zur Diskussion. Unser Fokus liegt, wie dem Titel zu entnehmen ist, auf den “brennenden Fragen unserer Bewegung”. Als MAS versuchen wir, eine neue marxistisch-trotzkistische Organisation in der Schweiz aufzubauen, deren Ziel die Umgruppierung der revolutionären Kräfte hin zu einer neuen revolutionären Massenpartei in der Schweiz und international ist. Als Sektion der Internationalen Sozialistischen Liga verstehen wir unsere Arbeit als Umsetzung und Interpretation der Programmatik der ISL in der Schweiz. 

​​

Editorial

 

Die heute existierende Linke ist weltweit, aber auch in der Schweiz, zu schwach, um gegen die aktuellen Probleme zu kämpfen, die der Kapitalismus erzeugt: Kaufkraftverlust, Militarisierung, der Klimawandel, der Aufstieg der extremen Rechten und zunehmende imperialistischen Kriege und viele mehr. Die parlamentarische Linke à la SP, Grüne etc. ist nicht fähig und auch nicht willens, diese Probleme konsequent zu bekämpfen. Denn sie sind nicht bereit, mit dem Kapitalismus zu brechen. Auch die subjektiv-revolutionären Gruppierungen folgen oft falschen Strategien, es fehlt an den Grundlagen des Marxismus, Leninismus und Trotzkismus.

Wir beziehen uns auf den Trotzkismus als Entwicklung des Marxismus. Die revolutionäre Tradition und Bewegung des Trotzkismus hat seit der Gründung der Vierten Internationale viele Bruchlinien erlebt. Trotzdem bleiben die Schlussfolgerungen der Vierten Internationale in ihrer revolutionären Periode heute relevant: Es braucht eine internationale Revolution, die die Arbeiter:innenklasse vereint. Es  braucht ein Programm, das an den heutigen Problemen ansetzt und Kämpfe im Hier und Jetzt ermöglicht, diese aber auch mit einer revolutionären Strategie verbindet. Dafür braucht es letztlich eine Partei, welche diesen Kampf koordinieren kann. Eine solche Partei muss sich in der Schweiz noch formieren, wir können und wollen sie nicht deklarieren. Sie kann nur aus realen Erfahrungen im Klassenkampf entstehen, weshalb unsere Forderungen sich an Massenaktionen und gemeinsamer Organisierung orientieren, welche nur in Koordination mit anderen Organisationen und Bewegungen erreicht werden können. Die erste Aufgabe besteht also darin, ein Programm, eine Strategie und konkrete Forderungen zu entwickeln, die darauf abzielen, die Macht der Arbeiter:innen zu stärken und den Weg zu einer sozialistischen Gesellschaft zu eröffnen. 

Als Trotzkist:innen lehnen wir die Schweizer ,,Neutralität’’ ab und benennen sie als das, was sie wirklich ist, nämlich ein bürgerliches Märchen. Die Schweiz stand und steht auch heute auf der Seite des Imperialismus und beteiligt sich an der Ausbeutung der halbkolonialen Welt. Und die Schweiz verkörpert auch heute noch die kapitalistischen Prinzipien, die die Mehrheit der Bevölkerung dazu verdammt, als Lohnabhängige ihre Arbeitskraft verkaufen zu müssen. Gleichzeitig werden die Kapitalist:innen immer reicher und treten auf ihrer Seite immer aktiver in den Klassenkampf. Sie finanzieren ihre Parteien, ob jene der “bürgerlichen Mitte” oder der extremen Rechte, um ihr System und damit ihre Profite zu sichern. Mit dieser politischen Kraft können sie in kürzester Zeit die Errungenschaften abbauen, die so mühsam über mehrere Jahrzehnte erkämpft wurden. In einer Zeit zunehmender Krisen wird die Gewalt dieses Systems nur noch offener in Erscheinung treten, auch in der Schweiz.

Gleichzeitig werden die Kapitalist:innen immer reicher und treten auf ihrer Seite immer aktiver in den Klassenkampf.Sie finanzieren ihre Parteien, ob jene der “bürgerlichen Mitte” oder der extremen Rechte, um ihr System und damit ihre Profite zu sichern. Mit dieser politischen Kraft können sie in kürzester Zeit die Errungenschaften abbauen, die so mühsam über mehrere Jahrzehnte erkämpft wurden. In einer Zeit zunehmender Krisen wird die Gewalt dieses Systems nur noch offener in Erscheinung treten, auch in der Schweiz.

Die wahren Veränderungen kommen von unten, von den Kämpfen in den Betrieben und auf den Strassen, nicht von den Parlamenten und Absprachen zwischen Bürokrat:innen. ,,Unser’’ Parlament plant gerade ein massives Sparpaket, das einzig und allein den Kapitalist:innen und v.a. der Rüstungsindustrie dient. Die SP verzichtet auf das Referendum, was einmal mehr erklärt, wie bankrott der Reformismus ist. Jede Verteidigung des Kapitalismus und jede Weigerung, gegen den Klassenkampf von oben anzukämpfen, ist Klassenverrat!

Nichts ist dringender als eine konsequente Verteidigung der Arbeiter:innenklasse. Doch dafür braucht die Arbeiter:innenbewegung ein Programm und eine Leitung, welche diese Verteidigung zusammenführt in einer revolutionären Strategie. Was Tun?! widmet sich, wie der Untertitel des historischen Textes suggeriert, auf die brennenden Fragen unserer Bewegung. Mit dieser Zeitschrift wollen wir eine politische Alternative formulieren und eine Organisation aufbauen, welche das marxistische Programm in die Tat umsetzen kann. 

Dies ist keine blosse Lektüre: Dies ist ein Aufruf, zu diskutieren und zu organisieren. Dies ist eine Kampfansage!

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Sommercamp Internationalismus

18.-23.8.26 in Brandenburg (DE)

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